Lichtverschmutzung vermeiden

Lichtverschmutzung vermeiden

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Lichtverschmutzung vermeiden

Fotos: Pixabay (2); Pexels

Sicher sieht es schön aus, wenn Bäume und Sträucher nachts beleuchtet werden oder Wege durch bodennahe Lampen erhellt werden. Dabei wird jedoch oft nicht beachtet, dass nachtaktive Tiere durch künstliche Beleuchtung beeinflusst werden.

Diese Tiere benötigen die Dunkelheit, um ihrer Nahrungssuche nachzugehen. Durch zu viel Licht in der Nacht wird so ihr Biorhythmus beeinträchtigt. Insekten beispielsweise orientieren sich nachts am Mond und an den Sternen, doch durch die künstliche Beleuchtung verlieren sie diese Orientierung. Etliche Käferarten stellen dadurch ihre natürlichen Verhaltensweisen ein und werden so schneller Opfer ihrer Fressfeinde. Motten und andere fliegende Insekten werden durch das Licht angezogen und fliegen oft bis zur Erschöpfung um die künstliche Beleuchtung. Schnell werden sie dann zur leichten Beute ihrer Fressfeinde wie beispielsweise Spinnen oder Käfer. Das wiederum kann dazu führen, dass weniger Obstbäume bestäubt werden. Einige Pflanzen werden vor allem durch Nachtfalter bestäubt. Verschwinden die Insekten, sterben auch die Pflanzen aus.

Auf die Lichtfarbe achten

Deshalb sollte man überlegen, wie viel Licht im Garten wirklich benötigt wird und möglichst Lampen mit gelbem Licht verwenden, denn weißes oder bläuliches Licht zieht Insekten magisch an. Auch die nächtliche Beleuchtung von Teichen kann Tiere negativ beeinflussen und sie in ihrer Ruhe stören. Zudem kann es vermehrt zu Algenwachstum kommen. Wer seinen Weg, die Terrasse oder den Eingangsbereich beleuchten möchte, kann mit Beleuchtungssystemen, die mit einem Bewegungsmelder oder einer Zeitschaltuhr ausgestattet sind, arbeiten. Wichtig ist, künstliches Licht nachts nur zu verwenden, wenn es nötig ist und darauf zu achten, das Anstrahlen von Bäumen und Hecken zu vermeiden, um auch den Tieren ihre Ruhe zu gönnen. Text: lps/Rg