Vom Kräuter- bis zum Zierbeet

Vom Kräuter- bis zum Zierbeet

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Teil 2 des Biogarten-Ratgebers - Algenbildung im Teich regulieren

Vom Kräuter- bis zum Zierbeet

Pflege fürs Grün: Wer Löwenzahn & Co. entfernen will, sollte die Wurzel gut ausstechen. Fotos: Christian Treffer

Kräutergarten

• Kräuter ständig ernten und zur Konservierung trocknen oder in kleinen Portionen zu Eiswürfeln einfrieren.

• In Blüte schießenden Schnittlauch abschneiden und zum Mulchen verwenden.

Naturgarten

• Der Schnitt der Hecken erfolgt erst nach Beendigung der Vogelbrut und der Jungvogelaufzucht frühestens ab Ende Juni. Vor dem Schnitt eine Nestkontrolle vornehmen. Hecken werden trapez- oder pyramidenförmig geschnitten, sonst droht Verkahlung der unteren Partien. 

• Nistkästen nach Ausfliegen der Jungvögel für die zweite Brutphase reinigen. 
• Ecken mit Wildkräutern stehen lassen. Hier wachsen Nützlinge auf, wie Marienkäfer, Florfliegen, Schwebfliegen, Ohrwürmer und Tausendfüßler. Auch einige Brennnesseln stehen lassen; sie sind wichtige Futterpflanzen für Schmetterlingsraupen, wie Admiral, Distelfalter, Kleiner Fuchs, Landkärtchen und Tagpfauenauge. 
• In einem Naturrasen oder in Wildkräuterflächen mit dem Rasenmäher nur Schneisen schneiden; diese dienen als Wege. Steht die Vegetation auf den ungemähten Flächen höher als einen halben Meter, wird sie gesenst; eine zweite Mahd erfolgt im September. 

• Algenbildung im Teich und ein zu starkes Auftreten von Wasserlinsen durch Abharken regulieren; Kaulquappen reinigen die Oberfläche von Teichen. Keine Fische einsetzen, sie fressen Amphibienbrut! 
• Durch Schaffung von Reisig- und Steinhaufen werden Nützlinge, wie Igel, Spitzmaus und Erdkröte, gefördert; sie alle ernähren sich von Nacktschnecken.

Ziergarten

• Zweijährige Blumen wie zum Beispiel Bartnelken, Stiefmütterchen und Vergissmeinnicht, Goldlack und Malven und zweijährige Stauden jetzt aussäen, wenn sie nächstes Jahr erneut blühen sollen. 

• Abgeblühte Fliederrispen bis auf einen kräftigen Jungtrieb zurückschneiden; ebenso werden im Garten Rittersporn, Eisenhut und Trollblume nach der Blüte zurückgeschnitten, um noch einmal in diesem Jahr blühen zu können. 
• Abwelkende Rhododendron-Blütenstände ausbrechen. Eine Samenbildung entzieht unnötig Nährstoffe; junge Pflanzen blühen im folgenden Jahr sonst spärlicher. 
• Hohe Stauden am besten anbinden beziehungsweise mit einer Stütze versehen, damit sie nicht von Wind und Regen zu Boden gedrückt werden. 
• Neu gepflanzte Selbstranker an die Hauswand legen; bei anderen Kletterpflanzen Kletterhilfen befestigen oder ausbessern. 
• Kübel- oder Balkonpflanzen wie Geranien alle zwei Tage mit verdünnter Brennnesseljauche gießen; pro Gießkanne eine Handvoll Steinmehl hinzufügen. 
Natur & Garten