Führerscheinentzug und dann MPU?

Führerscheinentzug und dann MPU?

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Ratgerber: Was können Sie tun, wenn der Fall der Fälle eintritt

Führerscheinentzug und dann MPU?

Fotos: Audi, Pexels, VW

Etwa einhunderttausend Personen werden in etwa jährlich zur Teilnahme an einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) aufgefordert. Gründe können beispielsweise mehrfache Zuwiderhandlungen im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss oder der Missbrauch von Betäubungs- und Arzneimitteln als Fahrzeuglenker sein.

Jeder, der davon betroffen ist und den Führerschein entzogen bekommt, kann durch eine besondere Begutachtung die Fahrerlaubnis wiedererlangen.

Experten raten dazu, sich schnell mit der MPU zu befassen

Die Ansbacher Coaches von MPU-bereit.de erklären, welche Schritte dafür nötig sind: „An erster Stelle steht, sich wirklich gleich mit dem Thema zu befassen–und nicht erst kurz vor der MPU!“ Alternativ kann man sich auch auf der Homepage direkt informieren.

Im weiteren Verlauf werden dann Anträge bei Behörden zur Führerscheinwiedererlangung, ggfs. Abstinenznachweisen etc. gestellt. Der Fahrerlaubnisentzug kann je nach Delikt auf etwa ein Jahr befristet sein.

Persönliche Gespräche vor der MPU sind ratsam

Während dieser Zeit wird dem Probanden oft geraten, sich auf die MPU mit Hilfe persönlicher Gespräche bei entsprechend qualifizierten Coaches vorzubereiten. Laut der Bundesanstalt für Straßenverkehr (www.bast.de ) steigt hiermit die Erfolgsquote zur positiven Begutachtung um bis zu circa 80 Prozent. Nachdem MPU-Vorbereitungsteilnehmer naturgemäß oft nicht Mobil sind, geht mpu-bereit. de bei Bedarf alternativ auch per Video-on-Demand-Schulungen auf jeden Einzelfall ein.

Bei persönlichen Sitzungen bereiten etwa acht bis zwölf Einheiten gut auf die MPU-Begutachtung vor und auch die Testsituation an sich wird simuliert.Die Untersuchung selbst besteht dann aus drei Teilen. „Einem Reaktionstest,um eine körperliche Beeinträchtigung des Klienten auszuschließen, einer medizinischen Untersuchung, zu der der Proband ggfs. gültige und anerkannte Abstinenzbelege mitzubringen hat, um etwaigen Alkohol- und Drogenkonsum auszuschließen sowie ein etwa einstündiges Gespräch mit einem Psychologen, um die charakterliche Eignung zu prüfen.

Nun kann diese Untersuchung ein positives,negatives oder Ergebnis mit Nachschulungsempfehlung sein. Realistisch ist aber, dass der Neuerteilung der Fahrerlaubnis nichts mehr im Wege steht.

Oft beginnt für die Klienten während der Vorbereitung ein neuer Lebensabschnitt, da die Ursachen der zum Führerscheinverlust führenden Probleme erkannt und nun anders angegangen werden. 

Text: Sascha Dittmann, Praxisfür Psychotherapie, Ansbach