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THEMENWELTEN: Lokales

In Sugenheim ist vieles „im Fluss“, einiges ging „den Bach hinunter“ und in manchen Dingen kann keine andere Gemeinde Sugenheim „das Wasser reichen“

 

Der Ehebach–hier fast so breit wie ein Fluss. Das Hochwasser richtete große Schäden an. Fotos: Rainer Fritsch (7)

SUGENHEIM – Regelrecht „im Fluss“ ist das größte Bauprojekt der Gemeinde Sugenheim: Die Neugestaltung der Abwasserentsorgung soll 2021 noch fertiggestellt werden. Bei diesem 8-MillionenEuro-Projekt wurden in den letzten Jahren die große Kläranlage und die Anschlüsse einzelner Ortsteile und auch der Nachbargemeinde Langenfeld gebaut. Jetzt werden noch die letzten Pumpanlagen gesetzt, insgesamt sind es acht solcher Baukörper.

Ein größeres Projekt in diesem Jahr war die Ausbesserung von Feld- und Waldwegen, damit der Verkehrsfluss der Landwirte verbessert wird. Nach den Worten von Bürgermeister Reinhold Klein kam es dabei zu einer sehr guten Zusammenarbeit zwischen politischer Gemeinde und den Jagd- und Waldgenossenschaften. Insgesamt wurde knapp 60 Lastzüge mit Schotter in die Wege eingearbeitet.

Es gab aber auch einiges, dass im vergangenen Jahr „den Bach hinunterging“: Corona führte, wie bereits im letzten Jahr, zum Ausfall von verschiedenen Veranstaltungen. So fand der Frühlingsmarkt in der Hauptstraße nicht statt und auch die Kerwa wird wieder ganz oder zum größten Teil „ins Wasser fallen“. Auch die Weinfeste (Krassolzheim, Ingolstadt) und das Krautfest in Krautostheim werden heuer nicht oder nicht in gewohntem Rahmen stattfinden Auch der Heimat- und Gartenbauverein Ehegrund Sugenheim hat die geplante Teilnahme am „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag, 12. September, wegen Corona abgesagt. In den letzten Jahren öffnete der Verein die Türen der historischen Schafscheune. Hier hat der Verein in den letzten Jahren ein Heimatmuseum eingerichtet.

Hochwasser hinterließ Schäden

Noch viel schlimmer wurde Sugenheim aber vom großen Hochwasser am 9. Juli getroffen. Das sonst langsam dahinplätschernde Wasser der Ehe floss Gemeinde Optimistisch in die Zukunft im Blickpunkt Sugenheim In Sugenheim ist vieles „im Fluss“, einiges ging „den Bach hinunter“ und in manchen Dingen kann keine andere Gemeinde Sugenheim „das Wasser reichen“ zerstörerisch durch Sugenheim. Nach den Worten von Bürgermeister Reinhold Klein gab es viele und vor allem auch finanziell sehr hohe Wasserschäden an kommunalen und privaten Gebäuden.

Der Bauhof war komplett überschwemmt und die Gemeinde musste eine neue Heizung kaufen. Rund 1,50 Meter hoch stand das „Schäferhaus“, das Dorfhaus in der Ortsmitte, unter Wasser. Vereine, die das Haus nutzen, hatten dadurch größere Schäden. Das Haus musste einige Wochen getrocknet werden und zerstörte Türen und Böden wurden erneuert. Auch in den Ortsteilen gab es große Schäden. Die Hilfsbereitschaft unter den Bürgern war sehr groß, so Reinhold Klein. Die politische Gemeinde hat bereits Gegenmaßnahmen ergriffen, um solche Schäden künftig möglichst zu vermeiden: Das schon lang ausgearbeitete Konzept der Wasserrückhaltung im Oberen Ehegrund soll jetzt umgesetzt werden. Damit könnten zukünftig rund 85000 Kubikmeter Wasser zurückgehalten werden, so Reinhold Klein.

Erfolgreiche Projekte

Reinhold Klein übt das Amt des Bürgermeisters seit 21 Jahren aus und ist damit der dienstälteste Bürgermeister im Landkreis. Als er vor 21 Jahren zum ersten Mal gewählt wurde, war er der jüngste Bürgermeister im Landkreis. Die Gemeinde hat rund 2400 Einwohner. In Sugenheim wohnen rund 1000, im zweitgrößten Ortsteil, Ullstadt sind es rund 400. Sehr viele positive Projekte verbessern die Wohnqualität der heimischen Bevölkerung und ziehen Neubürger an. So war die Gemeinde Sugenheim in den letzten Jahren die Kommune mit den größten Einwohnerwachstumszahlen im Landkreis Neustadt/ Aisch-Bad Windsheim. Die 35 Bauplätze im Neubaugebiet Sugenheim waren innerhalb von 1,5 Jahren weg, so Reinhold Klein. Auch in Ingolstadt sind alle neuen Bauplätze verkauft und es sollen nochmals drei geschaffen werden.

Steigende Zahlen können auch die Ehegrundschule, der Kindergarten und die Kinderkrippe verzeichnen. Die Grundschule kann wieder zweizügig geführt werden und demnächst steht eine größere Renovierung an. Die Kinderkrippe wurde um zwei weitere Gruppen erweitert. Allerdings herrscht deshalb Raumnot, die aber dank guter Zusammenarbeit mit den zwei Kirchen vor Ort gelöst werden konnte. Reinhold Klein berichtete, dass eine Gruppe im evangelischen Pfarrhaus und eine im katholischen Pfarrzentrum untergebracht werden konnte.

Über das Förderprogramm „Regionalbudget“ und mit viel Bürgerengagement konnten zwei Projekte in Ullstadt angepackt werden. Für die Ortsjugend entsteht in der Nähe des Festplatzes ein Jugendplatz mit kleinem Unterstellgebäude. Gleich daneben wird der Spielplatz neu gestaltet, hier packten viele junge Väter mit an. In die Mitte des Spielplatzes wird 2022 ein Kletterhaus gebaut. Im letzten Jahr wurden zwei Spielplätze neu gestaltet: in Hürfeld und in Ingolstadt.

Keine traditionelle Kerwa

Wie im letzten Jahr, so wird es auch heuer wegen Corona keine große Kerwa geben. Dies bedauert vor allem der Jugendclub mit seinen beiden Vorsitzenden Bertram Bröse und Lena Bauer. Sie möchten zumindest einen Kerwabaum aufstellen und überlegen gemeinsam mit Reinhold Klein, wie doch ein kleineres Programm durchführen könnte. Nach den Worten von Reinhold Klein wird die örtliche Gastronomie zum Essen einladen und der Sportverein möchte gerne Kuchen verkaufen: to go oder zum Verzehr vor Ort.

Reinhold Klein berichtete zudem von zwei erfolgreichen Veranstaltungen in Sugenheim: Die „Meat-Night“ mit 130 Anbietern und die „GartenLust“ auf dem Gelände der beiden Schlösser. (rf)