Zukunftsträchtiger Schritt für Dinkelsbühl - 7,7 Millionen Euro in Projekt investiert

Zukunftsträchtiger Schritt für Dinkelsbühl - 7,7 Millionen Euro in Projekt investiert

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Erstes gemeinsames ökumenisches Kita-Projekt in der Stadt erfolgreich vollendet Bisher größte Kita in Dinkelsbühl verwirklicht Hortplätze ab September

Zukunftsträchtiger Schritt für Dinkelsbühl - 7,7 Millionen Euro in Projekt investiert

Das großzügige Gartengelände im Gaisfeld kann von beiden kirchlichen Einrichtungen genutzt werden. Fotos: Peter Tippl 

DINKELSBÜHL - Ein zukunftsweisender Schritt für die gesamte Stadt Dinkelsbühl wurde mit der Einweihung der ersten gemeinsam von der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Dinkelsbühl und der Katholischen Stadtpfarrei St. Georg Dinkelsbühl betriebenen Kindertagesstätte beschritten. Am vergangenen Samstag ging das „Haus der Kinder am Loreweg 2 mit Gottesdienst, mit Festakt und Besichtigungsmöglichkeit für die ganze Bevölkerung offiziell in Betrieb.

Christliche Werte werden in Kita gelebt

Der Festakt hierzu begann passend mit einem ökumenischen Kindergottesdienst mit dem pädagogischen Personal beider Einrichtungen und liturgisch gestaltet vom evangelischen Dekan Uland Spalinger und dem katholischen Stadtpfarrer Joachim Pollithy. Die Kinder hatten spielerisch ihre Sichtweise auf den Neubau mit Bauklötzen und musikalischen Wünschen „Komm, bau ein Haus das uns beschützt, pflanz einen Baum der Schatten wirft“ verknüpft. Die beiden Geistlichen führten in den Ansprachen den „festen Grund für ein festes Haus“ an, bei dem viele Planer, Handwerker, Architekten und die Stadt mit großem Engagement zur Fertigstellung beitragen hätten. Vor dem Einzug haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtung, die Eltern, Bauamt und Bauhof und viele Helfer zum Gelingen des Umzugs beigetragen. Als Christen liebevoll und respektvoll miteinander umgehen, gegenseitiges Vertrauen entgegenbringen und als ökumenische Gemeinschaft dieses neue Haus mit Leben zu füllen, war der Wunsch der Geistlichen. Beiden Einrichtungen wurde vor dem gemeinsamen Gebet und Segen ein Kreuz übergeben. Für den Dinkelsbühler Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer, die Stadt Dinkelsbühl war der Bauherr, könne die Zukunft nur in einem gemeinsamen Weg gemeistert werden. Mit diesem Das großzügige Gartengelände im Gaisfeld kann von beiden kirchlichen Einrichtungen genutzt werden. Haus der Kinder wurde laut OB Hammer die Botschaft des Zusammenhalts und Zusammenstehens der Kinderzeche umgesetzt. Die Gesamtkosten bezifferte Dr. Christoph Hammer auf 7,7 Millionen Euro. 5,7 Millionen Euro betrug die Zuschusshöhe, sodass rund zwei Millionen Euro bei der Stadt Dinkelsbühl verbleiben. Sechs Fachplaner und 27 Firmen waren im 19-monatigen Bauzeitraum beteiligt.

Gruppen beider Kirchen unter einem Dach vereint

Hammers Dank galt seinen Mitarbeitern und dem Bauhof für tatkräftige Mithilfe. Dem Bauamt mit Stadtbaumeisterin Gerhild Vonhold und an Bautechniker Andreas Ganßer überreichte er ein Präsent für deren unermüdlichen Einsatz. Die neue Kita im Gaisfeld ist die bisher größte Kita in der Großen Kreisstadt. Unter einem Dach wird eine zehn gruppige Einrichtung für Krippen-, Regel- und Hortgruppen geführt. Jeweils fünf Gruppen werden von der Evangelischen Kirchengemeinde und von der Katholischen Stadtpfarrei St.Georg geführt.

Der evangelischen Einrichtung wurde als Namensbezeichnung „Miriam“ gegeben, sie wird von Anja Kränzlein geführt. Die katholische Einrichtung heißt „St. Magdalena“ und wird von Nadine Steinhöfer geführt. Entworfen hat das Gebäude mit einer Länge von 66 Metern und einer Breite von 46-Metern das Architektenteam Claudia und Theo Härtner aus Stuttgart. Das Besondere ist ein rechteckiger Innenhof von 450 Quadratmetern als gemeinsame Begegnungsfläche. Auch der Garten kann von beiden Einrichtungen gemeinsam genutzt werden. Initiiert hat dieses gemeinsam genutzte Gebäude der Dinkelsbühler Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer. Die Stadt Dinkelsbühl war Bauherr des Gebäudes. Die beiden Kirchengemeinden haben als Träger der Einrichtungen das Grundstück gekauft und zusätzlich hat die Diözese Augsburg noch 170 000 Euro aus Kirchensteuermitteln bezuschusst. Die Architekten Claudia und Theo Härtner strebten als Raumkonzeption eine „Begegnung auf Augenhöhe“ mit den Kindern an. Deshalb wurde eine „schützende Schale mit warmen Fußböden und Farben“ geschaffen, oberhalb der Türen wurde die Steinstruktur des in Massivbauweise erstellten Gebäudes als „erlebbares Bauen“ sichtbar und Wollfilzdecken sorgen für gute Schalldämmung und Wohlfühlklima. Für ihr Team bedankten sich die beiden Einrichtungsleitungen Anja Kränzlein und Nadine Steinhöfer bei der Einweihung bei allen am Bau mitwirkenden Firmen, der Stadt, den Zuschussgebern und allen Helfern. Auf dem Fundament christlichen Glaubens wollen sie mit ihrem Team den Kindern Geborgenheit, Liebe und Zuversicht mitgeben, vielfältige Erfahrungsräume werden die Eigeninitiative wecken und Raum für Persönlichkeitsentwicklung wird gegeben.

Einrichtungen für je 100 Plätze ausgelegt

Exakt gleich gestaltet sind die beiden Flügel der neuen Einrichtung in Dinkelsbühl. Dies eröffne viele Gemeinsamkeiten im Garten, beim Turnen, bei Festen und Feiern. Jede Einrichtung hat eine eigene Konzeption, eigene Raumgestaltung und Öffnungszeiten. Jede Einrichtung ist für 100 Plätze ausgelegt; ab September stehen auch Hortplätze zur Verfügung. Peter Tippl