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Optimistisch in die Zukunft

 

In Wittelshofen (hier St. Martin) wird Kirchweih gefeiert. Fotos: Walter Oberhäußer

Am westlichen Fuß des Hesselbergs liegt Wittelshofen mit seinen Ortsteilen Dühren, Grüb, Illenschwang, Gelshofen sowie Ober- und Untermichelbach. Zusammengenommen zählen die sieben Dörfer über 1200 Einwohner. Mit dem Bieranstich am Freitag, 15. Oktober, um 18 Uhr im Landgasthof Wörnitzstuben beginnt das bis zum Montag, 18. Oktober, dauernde Kirchweihfest.

Die Wirtsleute und ihr Team bieten über die Festtage schmackhafte Kirchweihschmankerln an und freuen sich über zahlreiche Gäste. Nach dem fast zwei Jahre andauernden vollständigen Verzicht auf soziale Kontakte, lassen die geltenden „2G“- und „3G“-Hygieneregelungen richtige Festfreude aufkommen. Lichtblicke in diesem Zusammenhang waren im Vorfeld die Übergabe des Feuerlöschfahrzeugs in Illenschwang und die Jubiläumsfeier zum 75-jährigen Bestehen der katholischen Kirchengemeinde.

Am Zusammenfluss von Sulzach und Wörnitz siedelten sehr frühzeitig Menschen. Kelten und Römer hinterließen deutliche Spuren in den Fluren von Wittelshofen. Die Gründung des Ortes lässt sich bis ins achte Jahrhundert zurückverfolgen. Das Land um den Hesselberg prägten die Hohenzollern und die hieraus hervorgehenden Ansbacher Markgrafen und daraus entstand die protestantische Prägung des Landstrichs. Aufgeweicht wurde dies erst nach Ende des zweiten Weltkriegs durch den Zuzug von katholischen Flüchtlingen und Heimatvertriebenen. Auch gab es in Wittelshofen bis zum Beginn der Nazidiktatur eine große jüdische Gemeinde. An der Spitze der Gemeinde steht Bürgermeister Werner Leibrich.

Wegen Corona war die Arbeit an der Spitze der Kommune hinsichtlich der Öffentlichkeitsarbeit stark eingeschränkt. Vor 14 Tagen fand nach über zwei Jahren eine Bürgerversammlung statt. Im Rechenschaftsbericht von Bürgermeister Leibrich wurde deutlich, dass trotz dieser Beschwernisse die Bestrebungen zur Weiterentwicklung der Gemeinde kontinuierlich fortgesetzt wurden. Die Vorhaben sind zum Teil bereits abgeschlossen oder befinden sich in der Umsetzung. Entstanden sind das Veranstaltungs- und Freizeitgelände „Sulzachplatz“ am Ufer des gleichnamigen Flusses. Ab geschlossen sind die Straßensowie Gehsteigbauarbeiten und die Sanierungsmaßnahmen an den Abwasser- und Wasserversorgungsleitungen in der Schlossstraße, Postweg und Schmalzgasse. In der Umsetzung befinden sich die Dorferneuerungsmaßnahmen hinsichtlich des Ausbaus der Schulstraße einschließlich der Einbringung von Leerrohren für Glasfaser leitungen und die Verbesserung der Gehsteigtrassierung. Vor dem Abschluss steht das Vorhaben zur Entsorgung des Abwassers aus dem Ortsteil Illenschwang mittels Druckleitung und Errichtung entsprechender Pumpstationen. Der Bedarf an zusätzlichen Kindergartenplätzen konnte gedeckt werden. Noch vor Beginn des Kindergartenjahres 2021/2022 konnten leerstehende Räume im Schulgebäude den Vorgaben entsprechend umgestaltet und in Betrieb genommen werden. Die auf der Wunschliste der Bürgerschaft stehende Verkehrsberuhigung oder gar der Bau einer Umgehungsstraße können in absehbarer wohl nicht realisiert werden. Die ständigen Anfragen nach Wohnraum machen es notwendig, neue Baugebiete auszuweisen. Nach der Ausweisung und Erschließung der Baugebiete Obermichelbach und Illenschwang sollen weitere Flächen in den anderen Ortsteilen und im Hauptort erfolgen. Da das Gemeindeparlament der Errichtung eines Mobilfunkmastes bereits zugestimmt hat, hofft man baldmöglichst über ein leistungsstarkes Mobilfunknetz zu verfügen. Es lässt sich gut leben am Fuß des Hesselbergs. Vorhanden sind Kindergarten, Grundschule, Arztsitz, ein Gastronomiebetrieb und eine Metzgereifiliale.

Die Versorgung mit Artikeln des täglichen Bedarfs muss in den Nachbarorten oder den Städten Wassertrüdingen und Dinkelsbühl getätigt werden. Die im Ort vorhandenen Handwerksbetriebe und Unternehmen bieten eine geringe Anzahl von Arbeitsplätzen. Im Zusammenhang mit den bestehenden landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetrieben ist die im Ort ansässige Weideschäferei zu erwähnen, die mit ihren Tieren die Wacholder- und Trockenrasenflächen des gesamten Hesselbergs abweidet. Die arbeitende Bevölkerung pendelt nach Wassertrüdingen, Dinkelsbühl, Gunzenhausen und Ansbach aus.

Gut aufgestellt ist man hinsichtlich Freizeit und Tourismus. Die sportlich ambitionierte Bevölkerung betätigt sich bei den Sportvereinen der Nachbarorte, beim örtlichen Schützenverein oder nutzt die Angebote der im Ort ansässigen Pferdehöfe. Musikalisch Begabte frönen ihrem Hobby bei der Blaskapelle Illenschwang oder bei den Posaunenchören. Urlauber und Einheimische können den Römerpark Ruffenhofen besuchen, den Hesselberg über den geologischen Lehr- und Wanderpfad erwandern oder sich per Fahrrad auf dem optimalen Radwegenetz bewegen. Für Naturfreunde lohnt es, die Storchenwiese zu besuchen, um die zahlreich vorhandenen Stelzvögel zu beobachten. Walter Oberhäußer