Großprojekte der Stadt

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Großprojekte der Stadt

Das größte Projekt, das seit vier Jahren im Entstehen ist und 2023 vollendet sein soll, ist der Neubau des Gymnasiums Scheinfeld in drei Bauabschnitten. Fotos: Rainer Fritsch

Die Stadt Scheinfeld hat in den letzten zwei Jahren die beiden katholischen Kindertagesstätten St. Elisabeth und Mutter Theresa erweitert. Da die Kapazitäten beider Einrichtungen voll ausgeschöpft sind und die Nachfrage weiterhin groß ist, muss die Stadt nun eine neue Kindertagestätte bauen.

Die Kosten werden mit vier Millionen Euro veranschlagt. Nach den Worten von Claus Seifert gab es noch vor zehn bis 15 Jahren durchschnittlich 30 Geburten im Jahr, jetzt sind es fast 50. Die neue Kindertagestätte wird im Neubaugebiet gebaut, Träger wird die evangelische Kirchengemeinde sein. Bauherr ist die Stadt Scheinfeld, die eine Förderung von 60 Prozent erhält. Stetiges Wachstum verzeichnet auch das Neubaugebiet bei Grappersthofen. Es fehlen nur noch wenige Meter, dann ist dieser Stadtteil mit der Stadt Scheinfeld zusammengewachsen. Nachdem das bisherige Baugebiet bei Grappertshofen den Namen „An der Talaue“ erhielt, wird das neue „Am Mittelwald“ heißen. 41 Bauplätze werden hier im ersten Bauabschnitt entstehen, im zweiten Bauabschnitt werden es 25 bis 39 Bauplätze werden. Das Baugebiet I hat eine überbaute Fläche von 3,5 Hektar, Bauabschnitt II eine Größe von 2,3 Hektar.

Mit der Zunahme der Geburten steigen auch die Schülerzahlen an der Grundschule und Mittelschule. In der Grundschule gab es vor sechs Jahren 191 Kinder, jetzt sind es 209 mit weiterhin steigender Tendenz. In der Mittelschule lag die Zahl der Schüler vor drei Jahren bei 140, jetzt sind es 160 Jugendliche. Eine große Herausforderung für die Kommunen ist der Beschluss der bayerischen Landesregierung, ab 2025 für jedes Kind einen Ganztagesplatz zur Verfügung zu stellen.

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Laden am 17. Oktober zum „Scheinfelder Herbst“ ein: Heike Lechner, Carmen Wiesinger und Bürgermeister Claus Seifert. Fotos: Rainer Fritsch/Pexels 


Stolz können die Scheinfelder in einigen Jahren auf ihr großes Imageprojekt sein: dem „Naturparkzentrum Steigerwald“. Bis das Projekt aber im alten Amtsgericht verwirklicht wird, müssen noch viele Fragen geklärt und Gespräche geführt werden. Die Kosten werden rund fünf Millionen Euro betragen, so Claus Seifert, die pauschale Förderung liegt nach jetzigem Stand bei zwei Millionen Euro. Eine große Baustelle ist für die nächsten Jahre die Altstadtsanierung. Diese hat heuer im Bereich der Würzburger Straße begonnen und geht bis zum Marktplatz bzw. dem Rathaus. Die neuen Wasserleitungen sind verlegt, nun folgen die Abwasserkanäle, dann der Straßenbelag, die Gehwege und die Straßenbeleuchtung. Im nächsten Jahr dehnt sich diese Baustelle in die Hauptstraße mit „Nebenarmen“ bis zum Tor hinauf aus. Dann geht es in der Kirchstraße weiter, dann folgen Bogenstraße und Lange Gasse, so weit noch Geld in der Stadtkasse ist, so Claus Seifert. Die Ausschreibungen verliefen bisher gut, ebenso die Zusammenarbeit mit den Baufirmen und mit den Anliegern.

Das größte Projekt, das seit vier Jahren im Entstehen ist und 2023 vollendet sein soll, ist der Neubau des Gymnasiums Scheinfeld in drei Bauabschnitten. Bauherr des über 20-Millionen-Projekts ist der Landkreis. Vor zwei Jahren wurde der erste Bauabschnitt mit den Fachräumen für Chemie, Biologie, Kunst und Physik eingeweiht. Vor vier Wochen folgte dann die Einweihung von zwei neuen Gebäuden mit zusammen 16 Klassenzimmern. Jetzt wurde der letzte Teil des alten Gymnasiums abgerissen, der in zwei Jahren neu aufgebaut werden soll. Scheinfeld wird somit das modernste Schulgebäude im Landkreis erhalten. Stark steigende Schülerzahlen in den Eingangsklassen zeugen von der großen Nachfrage, denn das Gymnasium kann man wegen seines großen Einzugsbereiches auch „Drei-Franken-Gymnasium“ nennen. Die Schüler/innen kommen aus Oberfranken mit dem Landkreis Bamberg, Unterfranken mit dem Landkreis Kitzingen und Mittelfranken mit dem Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim. (rf)