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Schützen- und Dorfgemeinschaftshaus als künftiges Ortszentrum

Erster Schützenmeister Nobert Leixner und Gauschützenmeister Albrecht freuen sich auf das neue Schützenund Gemeinschaftshaus (v. l.) Bilder: Herbert Dinkel

DORFGÜTINGEN – Das Schützen-und Dorfgemeinschaftshaus als künftiges Ortszentrum von Dorfgütingen ist fertig: Damit ist quasi aus einer Vision Wirklichkeit geworden. Am vergangenen Sonntag wurde dieses Gemeinschaftswerk als „Haus des Dorfes für das Dorf“ zum künftigen Veranstaltungs-Treffpunkt nach rund zweijähriger Bauzeit eingeweiht.

Im Einklang aus Gemeinschaftshaus mit der in unmittelbarer Nachbarschaft grüßenden evangelisch-lutherischen Ortskirche sowie dem anliegenden Feuerwehrstandort und dem nahen Freizeitspielplatz ergibt sich das prägende Bild eines dörflichen Ensembles mit Mittelpunkt-Charakter für das gesamte Dorf.

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„Wir haben es geschafft“: Spatenstich am 6. Oktober 2019, Richtfest fünf Monate später am 6. März 2020, und jetzt die Einweihung: Das neue Schützen- und Gemeinschaftshaus steht. So brachte bei dem Festakt Norbert Leixner, der Erste Schützenmeister der Schützengesellschaft 1970 SG Dorfgütingen, die „Freude, Erleichterung und auch Stolz“ aller Beteiligten über das gelungene Projekt zum Ausdruck.

Das „im Herzen des Dorfes“ etablierte Gebäude wird durch die Schützengesellschaft 1970 Dorfgütingen und die evangelische Kirchengemeinde als die Bauherren genützt und steht zudem anderen Vereinen, oder auch für private Anlässe, zur Verfügung. Unser Haus habe offene Türen für alle, die kommen möchten, lud als Hausherr Erster Schützenmeister Nobert Leixner ein. Das nun vollendete Werk gebe ein Beispiel von großartiger Gemeinschaftsleistung ab, wie er sagte. Es sei ein Multifunktionshaus, das wir mit Leben erfüllen und mit Leben erhalten wollen, lud Leixner schon jetzt „recht herzlich“ zur Nutzung des Hauses ein. Um es so zum Treffpunkt für Jung und Alt, für „Ur-Giadinger“ und Neubürger, die sich in Dorfgütingen angesiedelt haben, zu machen.

„Mit Gemeinschaft, vielen Gaben und starkem Geist einen Ort des friedlichen Miteinanders zustande gebracht“

In diesem Sinne gab Pfarrer Jürgen Rosen dem im Herzen des Ortes gelegenen Gebäude den kirchlichen Segen. Man habe mit „Gemeinschaft, vielen Gaben und starkem Geist“ einen Ort des friedlichen Miteinanders zustande gebracht. Hier könne die Gemeinschaft und Zusammenhalt gefördert werden, gab sich Pfarrer Rosen überzeugt. Gerade darin liege die Besonderheit dieses Schützen- und Gemeinschaftshauses, das wegen seiner „Multi-Bedeutung für den gesamten Ort“ bei Zuschussgebern und behördlicher Genehmigung Anerkennung fand und finanzielle Unterstützung erhielt.

So habe sich, wie Norbert Leixner informierte, der Freistaat Bayern, der Landkreis Ansbach und vor allem die Stadt Feuchtwangen an dem auf 760 000 Euro veranschlagten Projekt beteiligt. Gelder, die langfristig gut investiert sein werden, richtete Leixner Dank an alle Geber und Spender. Vonseiten der Stadt Feuchtwangen habe man das Vorhaben in seiner Konzeption im Stadtrat als ein Objekt verstanden, das durchaus als Vorbild eingeschätzt wurde, erklärte zweiter Bürgermeister Walter Soldner die erhöhte Förderung durch die Kommune.

Denn: Für Dorfgütingen bringe es auch einen gewissen Ausgleich für die „verlorenen Gasthäuser“. Und Bürgermeister Patrick Ruhwürdigte das Dorfgütinger Projekt als Leitbild für das bürgerliche Zusammenleben in dem städtischen Ortsteil, wie er am Rande der Einweihungs-Veranstaltung anmerkte.

Insbesondere dass die Kirchengemeinde „mit Tat und finanziell“ dabei ist, sei eine weitere Grundlage dazu. Das überaus starke Interesse bei der Einweihung mache deutlich, dass hier Bedarf bestanden hatte, der nun befriedigt werde, so der Rathauschef.

Landrat Dr. Jürgen Ludwig gratuliert den Bauherren zum „Riesen-Kraftakt“

Das war ein Riesen-Kraftakt, gratulierte Landrat Dr. Jürgen Ludwig den Bauherren das Hauses und sagte allen, die zum Gelingen des gemeinsamen Werkes beigetragen hätten, Dank. Das neue Gebäude werde als Gemeinschaftsobjekt zu einem wichtigen Bestandteil des Dorfes werden, ist sich der Landrat sicher.

Für Matthias Albrecht, den als Mitglied zur Dorfgütinger Schützenfamilie gehörenden Gauschützenmeister, sei das echt toll, „was ihr auf die Bühne gestellt habt“, wie er seinen Schützenfreunden das Kompliment machte. Seinen Wunsch, das Haus auch dem Schützengau zur Verfügung zu stellen, beispielsweise zu Fortbildungen und Veranstaltungen des BSSB, werde man gerne nachkommen, sagte Norbert Leixner zu.

Als bemerkenswert wurde indessen die Mitteilung Leixners aufgenommen, dass der ursprüngliche Kostenrahmen dank des freiwilligen Engagements nicht nur eingehalten, sondern unterboten werden konnte „Zigtausend Stunden seien in Eigenleistung erbracht worden“, verwies der Schützenmeister auf die Einsatzbereitschaft der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. Darunter „Leute aus dem Dorf“, die 100, einige sogar 300 und über 400 Einsatzstunden geleistet hätten.

Als maßgeblichen Begleiter auf diesem Weg dankte Leixner der Architektin Erna Hezel, die „unsere Gedanken zu Papier gebracht und den genehmigungsreifen Bauplan erstellt habe. Und seine Stellvertreterin im Schützenamt, Silke Redetzki, nannte er das Herzstück dieses Baus. Ohne ihrem „Gedankengang von 2016“ wäre der Bau nicht zustande gekommen, erinnerte Leixner an die anfänglichen Initiativen.

Derweil wurde beim Einweihungsfest deutlich, dass die Bevölkerung das neue Schützen- und Kirchenheim als „Haus des Dorfes für das Dorf“ annehmen werde. Die unter den Corona-Bedingungen versammelten Gäste und Besucher sorgten für das sprichwörtliche volle Haus. „Eine super Sache“, freute sich Norbert Leixner mit seinem Team. Herbert Dinkel