Den richtigen Steuerberater finden

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Besondere Regelungen bei der Erstberatung

Den richtigen Steuerberater finden

Mandantengespräch. Fotos: BStBK (2)/Busche (1)

Ips/Cb. In einem ersten Gespräch kann man sich einen persönlichen Eindruck von der Steuerberatung bzw. der Kanzlei verschaffen. Darin wird es sicher um den Umfang des Auftrages und auch um die voraussichtliche Höhe der anfallenden Gebühren gehen.

Ein erstes Gespräch kann schon eine Tätigkeit im Rahmen der Steuerberatung sein, wenn bereits steuerlich relevante Informationen für eine erste steuerliche Einschätzung festgehalten werden. In diesem Fall liegt grundsätzlich eine Erstberatung im Sinne von Paragraph 21 SUBVV vor, für die eine Gebühr berechnet werden darf. Für die Erstberatung eines Verbrauchers bzw. einer Verbraucherin dürfen aber laut Vergütungsverordnung höchstens 190,00 Euro zuzüglich Umsatzsteuer und ggf. eine Auslagenpauschale berechnet werden. Gemäß Paragraph 13 BGB ist ein Verbraucher jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu privatem Zweck abschließt. In größeren Kanzleien oder bei persönlichen Empfehlungen wird eine Erstberatung, die auch dem gegenseitigen Kennenlernen dienen soll, nicht immer berechnet. Nachfragen sollte man allerdings trotzdem, um bei Erhalt der Gebührenrechnung nicht unangenehm überrascht zu werden. Die förmliche Beauftragung des Steuerberaters kann schriftlich oder mündlich erfolgen. Seitens der Kammern wird empfohlen, einen schriftlichen Steuerberatungsvertrag abzuschließen, der den Auftragsumfang, Kündigungsmöglichkeiten und Haftungsgrenzen der Kanzlei festlegt. Für die Vertretung gegenüber Finanzämtern und Finanzgerichten wird vorab eine schriftliche Vollmacht des Mandanten oder der Mandantin erforderlich. Auch eine Zustellungsvollmacht für Bescheide der Finanzämter ist sinnvoll. In Zeiten der Viruskrise wird die Übersendung von Unterlagen, soweit es geht, digital erfolgen.