„Das Wasser ist für die Zubereitung von Babynahrung geeignet"

„Das Wasser ist für die Zubereitung von Babynahrung geeignet"

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„Das Wasser ist für die Zubereitung von Babynahrung geeignet"

Auf den neuesten Stand der Technik wurden die Anlagen im Hochbehälter gebracht. Aber nicht nur innen wurde die Aufbereitungsanlage saniert, sondern auch der Außenbereich erhielt eine Generalsanierung. Fotos: Peter Tippl

DINKELSBÜHL (pet) Hinter der Auftragsbeschreibung "Erneuerung der Wasseraufbereitungsanlage und Hochbehälter Mutschach" verbirgt sich eine Investition der Stadtwerke Dinkelsbühl von stolzen 2,4 Millionen Euro.

Das Wasserwerk am östlichsten Rand des Mutschachgebiets, in der Flur "Langer Berg" bei Karlsholz, wurde in einer Bauzeit von eineinhalb Jahren nahezu vollständig saniert und wird der Öffentlichkeit bei einem Tag der offenen Tür“ am Sonntag, 24. April, von 13 bis 17 Uhr bei Führungen präsentiert.

Elf Brunnen im Bereich der Mutschach und jeweils zwei Brunnen im Raum Sinbronn und bei Segringen

15 Brunnen betreiben die Stadtwerke als betriebswirtschaftlich geführter Eigenbetrieb der Großen Kreisstadt Dinkelsbühl. In den drei Gewinnungsgebieten für Trinkwasser befinden sich elf Brunnen im Bereich der Mutschach und jeweils zwei Brunnen im Raum Sinbronn und bei Segringen.

Die Gesamtwasserabgabe für etwa 13000 Kunden im Versorgungsgebiet der Stadtwerke beträgt durchschnittlich 700000 Kubikmeter Wasser pro Jahr. 200 Kilometer Leitungsstrânge sind hierfür verlegt worden und rund 4000 Hausanschlüsse. Das Versorgungsgebiet erstreckt sich von Weidelbach/Reuenthal im nord-westlichen Stadtgebiet über Hellenbach bis Bernhardswend ganz im östlichen Bereich und im Süden bis Sittlingen und Langensteinbach bis hoch nach Wolfertsbronn.

Technischer Leiter der Stadtwerke Dinkelsbühl Andreas Karl an den neuen Filteranlagen.

Hochbehälter in der Mutschach stammte noch aus den frühen 1990er Jahren

Der Hochbehälter in der Mutschach wurde Anfang der 1990er Jahre erstellt. Bei den regelmäßig durchgeführten Messungen wurden leichte Erhöhungen der Uranwerte festgestellt und umgehend mit einer Planung für eine Uranfiltrationsanlage reagiert.

Herausgekommen ist laut Andreas Karl, Leiter der Stadtwerke Dinkelsbühl, eine fast 90-prozentige Erneuerung der Aufbereitungsanlage.

Die elektrischen und hydraulischen Anlagen wurden ausgewechselt, dazu die Schieber und Zähler erneuert und die mächtigen Stahlbehälter, jeder fasst ungefähr 23 Kubikmeter, eingebaut.

Diese wurden mittels Kran durch das abgedeckte Dach eingehoben und in der Folge das Dach neu eingedeckt - somit eine bauliche und technische Komplettsanierung des gesamten Wasserwerks.

Die Baukosten von 2,4 Millionen Euro werden vom Bayerischen Staat über die Richtlinie für Zuwendungen zu wasserwirtschaftlichen Vorhaben (RZWas) eine Fördersumme von 1,24 Millionen Euro.

Wassermeister Gerhard Ganßer an den Wasserkammern, die insgesamt drei Millionen Liter Wasser fassen.

Das Wasser ist für die Zubereitung von Babynahrung geeignet, hob Stadtwerke-Leiter Andreas Karl heraus. Überzeugen vom „Top-Zustand" des neuen Wasserwerks bei Karlsholz kann sich die Bevölkerung am Sonntag, 24. April, von 13 bis 17 Uhr. Die Mitarbeiter der Stadtwerke bieten Führungen an.

Die Einnahmen aus dem Verkauf von Kaffee und Nusszopf kommen er Ukraine-Hilfe zugute

Es wird ein Gewinnspiel durchgeführt, Kaffee und Nusszopf wird angeboten, der Erlös der Veranstaltung wird zugunsten der Ukraine-Hilfe gespendet. Die Anfahrt zum Hochbehälter ist über Botzenweiler nach Karlsholz ausgeschildert. Text und Fotos: Peter Tippl