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THEMENWELTEN: Karriere

Zukunftssicherer Job und gleichzeitig gut für die Umwelt

   

Kunststoff hat viele Anwendungsmöglichkeiten in unserem Alltag: Kinderspielzeug, Automobilindustrie und Unterhaltungselektronik. Fotos: Pixabay. (4), Pexels(2)

Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik stellen aus polymeren Werkstoffen Form-, Bau- oder Mehrschichtkautschukteile sowie Halbzeuge, Faserverbundwerkstoffe oder Kunststofffenster her. 
    

Verpa Folie Gunzenhausen GmbH

Hierfür bedienen beziehungsweise steuern sie weitgehend automatisierte Maschinen und Anlagen. Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik sind in den gesamten Produktionsprozess eingebunden. Im Technikum eines chemischen Industriebetriebs setzen sie Erkenntnisse der Forschungs- und Entwicklungsabteilung für die Produktion um, indem sie zum Beispiel in kleinen Chargen Musterprodukte herstellen. Ist ein neuer Auftrag eingetroffen, prüfen sie die Fertigungsunterlagen und planen den Arbeitsablauf. Zuerst richten sie die Maschinen und Anlagen ein oder rüsten sie um und tauschen formgebende Werkzeuge aus. Nun berechnen sie nach Rezeptur exakt die benötigte Menge an Kunststoffgranulat sowie Zuschlag- oder Hilfsstoffen wie Farbstoffen, Weichmachern und Stabilisatoren. Am Bildschirm geben sie die Parameter für die Fertigung ein: Dabei legen sie die Temperatur, bei der der Kunststoff geschmolzen werden soll, und die Dosierung der Werkstoffe fest.

Berry Dombühl GmbH

Produktionsprozesse erfolgen nach unterschiedlichen Verfahren

Der Produktionsprozess erfolgt nach unterschiedlichen Verfahren. Formteile wie Spielzeug oder Gehäuseabdeckungen stellen Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik durch Spritzgießen, Blasformen, Schäumen oder Pressen her. Beim Extrudieren fertigen sie Halbzeuge, zum Beispiel in Form von Rundstäben. Hierfür wird der flüssige Kunststoff in einen Zylinder gegeben, in dem sich eine sogenannte Schnecke dreht.

KE Elektronik GmbH

Von dort aus gelangt der Werkstoff zur Extrusionsdüse, die ihn in die gewünschte Form bringt. Für die Fertigung von Folien steuern die Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik die sogenannten Kalander. Der Abstand der Walzen zueinander bestimmt dabei die Stärke der Folie oder der Kunststoffbahn.

Bauteile wie Platten, Rohre oder Armaturen stellen Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik ebenfalls her und richten sich dabei nach technischen Zeichnungen. Wenn sie Halbzeuge zu Rohrleitungen verarbeiten, entnehmen sie den Arbeitsunterlagen (isometrischen Skizzen) zunächst die Herstellungsangaben.

Dann richten sie die Maschinen ein, wählen die geeigneten Werkzeuge aus und drehen oder fräsen die Halbzeuge maßgenau. Die Rohre verbinden sie durch ein jeweils geeignetes Füge, Be- und Verarbeitungsverfahren zu Rohrleitungen. Schließlich transportieren sie die Bauteile zum Kunden und montieren sie dort. Mitunter sind Bauelemente aus Metall zu bearbeiten.

Bei jedem Fertigungsprozess wird eine Kontrolle durchgeführt

Wichtige Arbeitsgebiete sind die Fertigung von Kunststofffenstern und die Herstellung von Faserverbundwerkstoffen. Kunststofffenster stellen Verfahrensmechaniker in der Kunststoff- und Kautschukindustrie aus Halbzeugen wie Kunststoffprofilen, -leisten oder -rahmen her, die sie zuvor durch Zuschneiden, Bohren, Schweißen und Verputzen bearbeitet haben. Aus polymeren Werkstoffen und Carbon- oder textilen Fasern stellen sie leichte, aber hoch belastbare Faserverbundwerkstoffe her, die etwa in der Flugzeugindustrie bzw. in der Herstellung von Sportgeräten oder Fahrzeugkarosserien Anwendung finden. Nicht zuletzt können sie auch in der Produktion von Mehrschichtkautschukteilen, wie zum Beispiel Autoreifen, beschäftigt sein.

Qualität ist oberstes Gebot in diesem Beruf

Damit die Qualität der Erzeugnisse stimmt, nehmen Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik in allen Stadien des Fertigungsprozesses Kontrollen vor. Dazu erfassen sie Messwerte, protokollieren sie und dokumentieren die Arbeitsvorgänge. Gibt es Abweichungen von den Vorgaben, suchen sie nach den Ursachen und korrigieren ggf. die Maschineneinstellungen. Abschließend überprüfen sie die Produkte auf Fehler sowie auf thermische, chemische und mechanische Belastbarkeit. Manche Produkte erhalten noch ein Finish: Mit entsprechenden Maschinen und Anlagen veredeln die Verfahrensmechaniker Oberflächen, schleifen oder polieren sie. 

Berufscheck

• Berufstyp: Anerkannter Ausbildungsberuf
• Ausbildunsgart: Duale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
• Ausbildungsdauer: 3 Jahre
• Lernorte: Ausbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)

Darauf kommt es an:

• Sorgfalt und Umsicht (z.B. beim Prüfen von Fügeverbindungen oder bei Schweißarbeiten)
• Handwerkliches Geschick (z.B. beim Fügen und Nachbearbeiten von Bauteilen)
• Reaktionsgeschwindigkeit (z.B. rasches Eingreifen bei Störungen)
• Technisches Verständnis (z.B. beim Einrichten von Maschinen)